Platz drei für Audi beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans 17.
Podiumsergebnis in Folge beim Langstrecken-Klassiker
- Lotterer/Fässler/Tréluyer verteidigen WM-Führung für
Audi
Ingolstadt/Le Mans, 14. Juni 2015 - Audi hat seine Serie
von Podiumsergebnissen beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans fortgesetzt, den
angepeilten 14. Sieg beim berühmtesten Langstrecken-Rennen der Welt mit den
Plätzen drei, vier und sieben aber verpasst.
Die Bilanz der Marke mit den Vier Ringen bleibt imposant:
Bei allen 17 Le-Mans-Einsätzen stand mindestens ein Audi-Team auf dem Podium,
dieses Mal die Vorjahressieger André Lotterer (D), Marcel Fässler (CH) und
Benoît Tréluyer (F). Sie belegten mit ihrem Audi R18 e-tron quattro hinter zwei
Porsche den dritten Platz. Mit einer Rundenzeit von 3.17,475 Minuten gelang
Lotterer zudem ein neuer Streckenrekord.
"Das war Motorsport auf allerhöchstem Niveau. Die
Zuschauer haben ein tolles Langstrecken-Rennen erlebt, in dem sich die
Konzernschwestern Audi und Porsche das erwartete harte und spannende Duell um
den Sieg geliefert haben", sagte Prof. Rupert Stadler, Vorsitzender des
Vorstands der AUDI AG, der nach der Zieldurchfahrt einer der erste Gratulanten
in der Porsche-Box war. "Wir können unseren Kollegen aus Stuttgart zu
diesem Erfolg nur gratulieren, denn wir wissen ganz genau, wie schwierig es
ist, dieses Rennen zu gewinnen."
"Ich fand es besonders eindrucksvoll, dass Audi und
Porsche mit zwei völlig unterschiedlichen Konzepten von Hybrid-Rennwagen
praktisch das ganze Rennen lang auf einem Niveau gefahren sind", sagte
Prof. Dr.-Ing. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung, der das
Rennen an der Box des Audi Sport Team Joest verfolgte. "Beide
Konzernmarken waren mit ihren Konzepten klar schneller als Toyota. Und genau
das möchten wir in der WEC und in Le Mans zeigen."
Den Sieg bei der 83. Auflage des Langstrecken-Klassikers
machten Audi und Porsche unter sich aus. Immer wieder wechselte die Führung
zwischen den beiden Herstellern, ehe am Sonntagvormittag die Vorentscheidung
fiel.
Alle drei Audi R18 e-tron quattro waren schnell, aber
glücklos. André Lotterer, Marcel Fässler und Benoît Tréluyer kämpften trotz
eines frühen Reifenschadens um den Sieg, ehe sich an ihrem R18 am Sonntag um
kurz vor 7 Uhr ein großes Teil der Motorabdeckung löste und weitere Schäden am
Auto verursachte. Die Reparatur wurde in 6.56 Minuten erledigt, die zwei
verlorenen Runden waren aber nicht mehr aufzuholen.
Lucas di Grassi (BR), Loïc Duval (F) und Oliver Jarvis
(GB) verloren ihre Siegchance durch einen genauso bizarren wie spektakulären
Unfall: Loïc Duval prallte im Streckenabschnitt "Indianapolis" kurz
vor Ende der dritten Stunde vehement gegen die Leitplanken, als er mehreren
langsamen Fahrzeugen auswich und von einem GTE-Fahrzeug am Heck touchiert
wurde. Dass der R18 nach nur vierminütiger Reparatur das Rennen fortsetzen
konnte, sorgte für große Verblüffung und Anerkennung bei den Beobachtern. Am
Ende belegten di Grassi/Duval/Jarvis den vierten Platz.
Die besten Chancen auf den Sieg schien lange Zeit der
Audi R18 e-tron quattro von Filipe Albuquerque (P), Marco Bonanomi (I) und
Le-Mans-LMP1-Neuling René Rast (D) zu haben, der immer in Schlagdistanz zur
Spitze blieb und mehrmals die Führung übernahm. Aufgrund von Problemen mit dem
Hybridsystem fiel das Audi-Trio aber am Sonntagvormittag hinter die beiden
besten Porsche auf Platz drei zurück. Drei Stunden vor Rennende musste als
Folge der Hybridprobleme die vordere linke Antriebswelle gewechselt werden. Die
Reparatur dauerte 17 Minuten und besiegelte den siebten Platz in der
Gesamtwertung.
"Positiv ist, dass unser Audi R18 e-tron quattro
absolut konkurrenzfähig war", sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang
Ullrich. "Leider hatte jedes unserer drei Autos mindestens einen
entscheidenden Zwischenfall. Und wenn man gegen einen starken Gegner wie
Porsche antritt, darf man sich das nicht erlauben. Natürlich sind wir
enttäuscht, aber im Sport muss man auch Niederlagen akzeptieren und daraus
lernen. Es war ganz einfach nicht unser Rennen. Mein Dank gilt allen, die in
den vergangenen Monaten und auch hier in Le Mans extrem hart gearbeitet
haben."
In der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC)
verteidigte Audi mit André Lotterer, Marcel Fässler und Benoît Tréluyer die
Führung in der Fahrerwertung. Die erste Gelegenheit zu einer Le-Mans-Revanche
gibt es am 30. August beim deutschen WM-Lauf auf dem Nürburgring.
Ergebnis 24 Stunden Le Mans 2015
1. Hülkenberg/Bamber/Tandy (Porsche) 395 Runden 2.
Bernhard/Webber/Hartley (Porsche) - 1 Runde 3. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi
R18 e-tron quattro) - 2 Runden 4. di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18 e-tron quattro)
- 3 Runden 5. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) - 4 Runden 6. Wurz/Sarrazin/Conway
(Toyota) - 8 Runden 7. Albuquerque/Bonanomi/Rast (Audi R18 e-tron quattro) - 8
Runden 8. Davidson/Buemi/Nakajima (Toyota) - 9 Runden 9.
Howson/Bradley/Lapierre (ORECA-Nissan) - 37 Runden 10. Dolan/Evans/Turvey
(Gibson-Nissan) - 37 Runden
Quelle: Audi Motorsport








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