Ruben Zeltner blickt trotz Ausfall bei
der ADAC Rallye Stemweder Berg positiv in die 2. Saisonhälfte
Ruben und Petra Zeltner (beide
Lichtenstein, Sachsen) mussten nach 7 gefahrenen Wertungsprüfungen (WP) beim 6.
Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) ihren Porsche 911 GT3 im
Servicepark abstellen. Ein Problem mit dem Motor verhinderte die Weiterfahrt.
Zuvor lag das sächsische Ehepaar auf einem aussichtsreichen Podestrang. Es
siegten Fabian Kreim / Frank Christian (Fränkisch-Crumbach / Oberhausen) im
Skoda Fabia R5 vor ihren Markenkollegen Mark Wallenwein / Stefan Kopczyk
(Stuttgart / Heilbronn). Als Dritte erreichten Rainer Noller / Marcus Poschner
(Abstatt / Lautrach, Porsche 911 GT3) das Ziel im ostwestfälischen Lübbecke.
Vor der ADAC Rallye Niedersachen am 3. und 4. Juli führt Ruben Zeltner mit 95
Punkte die Deutsche Rallye Meisterschaft vor Mark Wallenwein (88) und Fabian
Kreim (77) an.
In folgendem Interview äußert sich Ruben Zeltner über die Veranstaltung
und seinen Ausfall:
Ruben, welches war dein 1. Gedanke, als du in dem Service nach WP 7
entschieden hast, nicht mehr weiterfahren zu können?
Natürlich war es nach dem spannenden Fight an der Spitze durchaus ärgerlich,
diese Entscheidung zu treffen. Nach einem kurzen Überdenken sehe ich es
trotzdem positiv: Wir haben bisher 4 gute Saisonergebnisse eingefahren – und
vermutlich wäre hier auch nicht mehr als ein Dritter Platz drin gewesen.
Demzufolge hätten wir unsere Punktesituation nicht verbessert. Daher ist das
technische Problem besser hier als in 2 Wochen in Niedersachsen aufgetreten.
Was genau war das technische Problem?
Wir haben im Service noch schnell die Lambdasonde gewechselt. Jedoch lief der
Motor auch danach nicht sauber. Wir werden die Tage das Problem genau analysieren
und den Fehler beheben – für Niedersachsen wird das brüllende Zebra wieder fit
sein.
Warst du bis dahin mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden?
Durchaus. Ein bisschen Stolz bin ich sogar auf die Bestzeit am Vormittag, die
wir trotz defekter Servopumpe gefahren sind.
Wie beurteilst du den harten Kampf mit den beiden Skoda-Piloten? Hat
es dir Spaß gemacht mit den Youngstern zu fighten?
Es macht wahnsinnig Spaß gegen die fast 30 Jahre jüngeren Skoda-Piloten zu
kämpfen. So eng war es die letzten Jahre noch nie gewesen. Das macht unseren
Sport in der DRM nur spannender und attraktiver.
Du hattest im Vorfeld ein wenig den Charakter der Prüfungen
kritisiert – wie beurteilst du das jetzt nach der Rallye?
Die beiden Prüfungen des Vormittags sind sicherlich noch ausbaufähig. Die
Wertungsprüfungen am Nachmittag waren richtig gut, genauso wie der Serviceplatz
und das Rallyezentrum. Da kann ich dem Veranstalter nur ein Kompliment machen.
Die Truppe rund um Bernd Nolte-Kuhlmann hat einen richtig guten Job gemacht.
Dein Blick kann sich jetzt nur nach vorne in die 2. Saisonhälfte
richten – klappt das positive Denken schon wieder?
Aber sicher. Petra und mir macht das Fahren immer noch einen riesen Spaß. Daran
wird dieser Ausfall nichts ändern. Wir blicken jetzt auf die ADAC Rallye
Niedersachsen und freuen uns auf neue Fights mit den Skoda-Piloten.
Quelle: PZ Motorsport Fotos: Sascha Dörrenbächer



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen