Ruben und Petra Zeltner
(beide Lichtenstein, Sachsen) reisen als Gesamtführende in der Deutschen Rallye
Meisterschaft (DRM) zum 7. Lauf, der ADAC Rallye Stemweder Berg (20. Juni),
nach Ostwestfalen. Sie führen in der Meisterschaft mit 95 Punkten vor den
beiden Skoda-Youngstern Mark Wallenwein (Stuttgart, 68 Punkte) und Fabian Kreim
(Fränkisch-Crumbach, 48 Punkte). In folgendem Interview äußert sich Ruben
Zeltner über die Konkurrenzsituation zu den beiden Youngstern und seinen
Chancen.
Ruben, du hast im letzten
Interview von einer Wachablösung gesprochen. Bei deinem deutlichen
Punktevorsprung in der DRM ist der bisher, allerdings wenig zu spüren?
Das spiegelt sich derzeit
noch nicht wieder, da meine Konkurrenten Ausfälle zu verzeichnen hatten, bzw.
nicht am Start waren.
Wie beschreibst du die
Wertungsprüfungen bei der ADAC Rallye Stemweder Berg? Kommen Sie deinem Porsche
entgegen?
Mit den neuen
Kräfteverhältnissen können wir derzeit gar nicht sagen, wo wir wirklich noch
Vorteile haben. Die Rallye Stemweder Berg zeigt sich dieses Jahr im neuen
Gewand, da die meisten Wertungsprüfungen neu sind und wir keine Ahnung haben,
wie es dort aussieht. Bisher war die Rallye geprägt von vielen Prüfungen mit
zahlreichen Abzweigen, was bei uns Aktiven nicht so gut ankam. Die neuen
Wertungsprüfungen sind jetzt in einer anderen Region und sollen sehr
anspruchsvoll sein.
Wie beurteilst du die
Vorteile der beiden Skoda Fabia R5? Fabian Kreim hat bereits bei der sehr
schnellen Thüringen Rallye gezeigt, dass der Fabia wohl deinem Porsche
überlegen ist?
Ich gehe sicherlich vielen
mit meiner Tiefstapelei auf die Nerven. Aber in Thüringen hat man wirklich
gesehen, dass wir es gegen die neuen R5 selbst auf trockenen, schnellen Strecken
sehr schwer haben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir davon ausgehen
müssen, uns in Zukunft ein bisschen weiter hinten anzustellen. Aber so spielt
das Leben. Die Entwicklung schreitet einfach voran. Zusätzlich sind Mark
Wallenwein und Fabian Kreim Piloten, die begnadet gut Autofahren können. Wir
freuen uns auf diese Herausforderung und werden richtig kämpfen. Fairerweise
muss ich auch zugeben, dass es letztes Jahr für uns zu einfach war. Diese neue
Situation hat doch auch einen Vorteil für den Sport. Das Niveau in der DRM
steigt!
Wie
ist aus dieser Situation heraus deine Taktik für Stemwede?
Unsere Taktik ist ganz
einfach: Wir müssen so schnell wie möglich fahren und nach Möglichkeit nicht
ausfallen.
Abschließend,
welchen Tipp hast du für Zuschauer?
Ich bin als Fahrer zwar
kein Fan von Rundkursen, aber als Zuschauer würde ich auch diese Variante
bevorzugen, da die Autos öfters zu sehen sind. So werden bei der Rallye
Stemweder Berg 2 Rundkurse gefahren. Auf jeden Fall sollten die Fans bei der
WP6/9 „Eggetal“ am Start sein, da dort das Geschehen am Hauptzuschauerpunkt
auch live kommentiert wird.
Quelle: PZ Motorsport Fotos: Sascha
Dörrenbächer



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