Ruben und Co Petra Zeltner, das Porsche-Duo aus Lichtenstein/Sachsen, nannten für die Thüringen-Rallye nur ein Ziel, den dritten Sieg in Folge einfahren. Zu einfach sollte es für sie jedoch nicht werden. Unbeständiges Wetter hatte sich für Pößneck ebenso angekündigt, wie die Konkurrenten Olaf Dobberkau (Porsche 911), Graham Coffey (Subaru Impreza WRC) oder Věroslav Cvrček (Skoda Fabia S2000). Die Top-10 der Nennliste komplementierten Maik Stölzel (Porsche), Jürgen Geist (BMW M3), David Turnbull (Subaru Impreza WRC), Markus Moufang (BMW M3), Bernd Michel (Opel Astra) und Raphael Ramonat (Mitsubishi Lancer EVO 7).
Doch es kam vieles anders als erwartet. Zuerst musste der Führende in der Wertung der Deutschen Rallye Serie (DRS) Olaf Dobberkau seinen Start wegen Fieber und Schüttelfrost absagen. Dann war das Wetter nicht unbeständig, sondern es regnete Bindfäden mit der Folge, dass die Wertungsprüfungsstrecken von Sturzbächen als Bachführung genutzt wurden. Doch Ruben schreckte dies alles nicht. Auf dem Stadtrundkurs in Pößneck überließ er zum Auftakt noch die Bestzeit dem Subaru WRC Piloten David Turnbull. Auf WP 6 machte er langsam, weil er das Gefühl hatte, eine Regenwolke schütte gerade nur über ihm alles aus, was sie an Wasser mit sich trug; hier nutzte der Tscheche Věroslav Cvrček die Chance zur Bestzeit. Alle anderen Bestzeiten (7) gingen auf das Konto von Ruben und dies bedeutet gleichzeitig den dritten Gesamtsieg des Teams in Folge. Das Podium vervollständigen Věroslav Cvrček mit seinem Beifahrer Ondřej Šálek als Zweitplatzierte und 1:29,2 Minuten Rückstand vor Graham Coffey mit Jenny Gäbler auf dem heißen Sitz, die ihrerseits 1:39,9 Minuten Rückstand auf Zeltner aufweisen. Jürgen Geist und Sebastian Glatzel hatten nach der AvD-Sachsen-Rallye noch einmal das Fahrwerk ihres BMW M3 umgebaut. Lange Zeit hielten sie den Wettstreit um Platz 3 im Gesamt offen, doch dann entschied Jürgen nach der WP 7 "einen Gang runter zu schalten" und den 4. Gesamtrang mit 2:09,4 Minuten auf Zeltner sicherzustellen. Die Top 5 vervollständigen Tomas Kurka und Jindrich Müller aus Tschechien mit ihrem Mitsubishi Lancer EVO X R4 (3:12,2 Rückstand). Die Führung in der DRS hat nach der Thüringen-Rallye Jürgen Geist mit 65 Punkten übernommen.
Daniel Voigt hat durch seinen 2. Klassenplatz sein Punktekonto auf 55 Punkte aufgestockt und ist jetzt 2. der DRS. Maik Stölzel ist auf den 3. Platz der Gesamttabelle durch seinen 4. Rang in der Klasse zurückgefallen und hat 53 Punkte. Niklas Faust hat mit seinem Honda Civic Type-R bei der Thüringen Rallye die Klasse 8 mit über 2 Minuten Vorsprung gewonnen (11. im Gesamt) und belegt den 4. Platz der DRS-Tabelle mit 50 Punkten. Punktgleich und ebenfalls 4. in der DRS ist Jörg Trültzsch, der bei der Thüringen den 2. Klassenrang einfahren konnte. Volker Kirschbaum wurde 2. in seiner Klasse und erneut bester in der DRS-eingeschriebene Pilot eines R1 Fahrzeuges und ist mit 45 Punkten 6. in der DRS.
Die vollständige Tabelle ist hier:
http://www.deutsche-rallye-serie.de/ergebnisse
Informell führt in der DRS nach der Thüringen-Rallye der Engländer Graham Coffey. Mit 35 Punkten aus der AvD-Sachsen-Rallye und 36 Punkten aus der Thüringen-Rallye beträgt sein Punktekonto derzeit 71 Punkte. David Turnbull hat bei der Sachsen 22 Punkte eingefahren, bei der Thüringen 10 (Ausfall auf der letzten Prüfung); insgesamt hat er 32 Punkte. Bis 2012 hat der DMSB die Teilnahme ausländischer Fahrer an nationalen Rallye-Serien nicht beanstandet bzw. hat selbst in der DRM ausländische Lizenznehmer gewertet. 2013 ist dies – nach zurzeit gängiger Auffassung – nicht mehr möglich. Bis zur endgültigen Klärung führen wir deshalb unsere ausländischen Freunde (soweit sie keine deutsche Lizenz haben) nur informell, nicht offiziell in den Teilnehmer- und Ergebnislisten der Deutschen Rallye Serie 2013.
Abschließend muss dem Veranstalter noch ein großes Lob ausgesprochen werden. Noch in der Nacht von Freitag auf Samstag wurden mit Muskel- und Maschinenkraft die Wertungsprüfungen von Geröll, Sand und Ästen gereinigt, so dass die Befahrbarkeit der Wertungsprüfungsstrecken möglich wurde. Die Neutralisation der Wertungsprüfung 9 war nicht dem Wetter, sondern einer langen Ölspur geschuldet, die ein Vorausfahrzeug verursacht hatte.
Das Endergebnis des 2. Laufes sind hier zu finden: http://bit.ly/11I5lz9
Live-Meldungen (Technische Defekte, usw.):
http://bit.ly/12VE6h2
Weitere Informationen zur DRS 2013, sowie aktuelle Zwischenmeldungen finden Sie unter
https://www.facebook.com/wwwdrsag sowie www.deutsche-rallye-serie.de
Quelle: DRS
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