Stuttgart. Mit dem fünften Saisonsieg in Folge hat Porsche mit
dem innovativen 919 Hybrid in Shanghai (China) am Sonntag vorzeitig den Titel
in der Langstrecken-Weltmeisterschaft geholt. Mit 308 Punkten ist der
Stuttgarter Sportwagenhersteller bereits ein Rennen vor dem Saisonfinale in
Bahrain (21. November) nicht mehr einzuholen. Porsche setzte sich im
Gesamtklassement gegen Audi (238 Punkte) und Toyota (137) durch.* Für das
Unternehmen ist es der 13. Langstrecken-WM-Titel insgesamt und der erste seit
1986. Zwischen 1964 und 1986 gewann Porsche zwölf mal die damalige
Sportwagen-Weltmeisterschaft.
Der siebte von acht WM-Läufen der FIA World Endurance Championship (WEC) wurde
als Sechsstundenrennen auf dem Formel-1-Kurs von Shanghai ausgetragen. Die
siegreichen Piloten mit dem zukunftsweisenden Prototypen waren Timo Bernhard
(Deutschland), Brendon Hartley (Neuseeland) und der ehemalige Formel-1-Pilot
Mark Webber (Australien). Im zweiten 919 Hybrid machten Romain Dumas
(Frankreich), Neel Jani (Schweiz) und Marc Lieb (Deutschland) den vierten
Doppelerfolg der Saison für Le-Mans-Rekordsieger Porsche perfekt.
Der diesjährige Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am 14. Juni und
der Gewinn der Weltmeisterschaft gelangen deutlich früher als erwartet. Als
einziger deutscher Automobilhersteller sowie einziger Sportwagenhersteller
weltweit konnte Porsche schon 2014 drei Plug-In-Hybrid-Modelle im
Premium-Segment anbieten (918 Spyder, Cayenne, Panamera) und kehrte im selben
Jahr in den Spitzensport zurück. Anreiz war das bahnbrechende
Effizienzreglement der WEC, das anspruchsvollste Hybridisierung für werkseitig
eingesetzte Prototypen vorschreibt und ihren Energieverbrauch streng limitiert.
Innerhalb kürzester Zeit wurde am Entwicklungsstandort Weissach eine komplett
neue Infrastruktur mit einem Team von 230 Mitarbeitern geschaffen.
In der Klasse GTE-Pro für seriennahe Sportwagen, in der Porsche in der WEC
gegen Aston Martin und Ferrari antritt, siegte der auf Basis der
Sportwagenikone 9111) entwickelte Porsche 911 RSR mit Richard Lietz
(Österreich) und Michael Christensen (Dänemark). Den dritten Platz belegten die
französischen Porsche-Piloten Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet. Die
Titelentscheidung in dieser Kategorie fällt beim Saisonfinale.
*Ergebnis vorbehaltlich offizieller FIA-Bestätigung
Quelle: Porsche Motorsport





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