Effizienz-Technologien seit 2001 im Audi R8
Pionierleistungen mit dem TDI-Dieselantrieb
- R18 e-tron quattro mit Hybridtechnologie in Le Mans
ungeschlagen
Ingolstadt, 15. Mai 2015 - Noch 29 Tage bis zu den 24
Stunden von Le Mans: Audi bereitet sich intensiv darauf vor, beim härtesten
Langstreckenrennen der Welt um den 14. Sieg zu kämpfen. Seit dem Jahr 2000 hat
die Marke das Rennen 13 Mal gewonnen. In diesem Jahr versammelt Audi zum ersten
Mal alle seine Le-Mans-Siegermodelle zu einem Gruppenfoto. Jedes einzelne von
ihnen steht dabei für "Vorsprung durch Technik".
Begonnen hat die Siegesserie mit dem Audi R8 im Jahr
2000. "Nach einem Lehrjahr Erfahrung in Le Mans haben wir die Saison 2000
mit einer völligen Neukonstruktion begonnen", sagt Audi-Motorsportchef Dr.
Wolfgang Ullrich. "Von der Gewichtsverteilung bis zur Kühlung, dem
Fahrwerk, der Aerodynamik und vielen anderen Aspekten ist uns ein ausgewogenes
Auto gelungen." Mehr noch: Das Audi Sport Team Joest und später auch die
Kundenteams der Marke erhielten einen Rennwagen, über den die Mechaniker noch
heute voller Freude sprechen. Er war modular aufgebaut, robust sowie einfach
und damit rasch zu reparieren. Ein besonderer Clou: Da das Getriebe von
LMP-Rennwagen hoch belastet ist und damals als anfällige Baugruppe galt, hat
Audi einen modularen Hinterwagen - bestehend aus Getriebe und Hinterachse -
entwickelt, der sich mit Schnellverschlüssen binnen Minuten tauschen ließ.
Ein großer Fortschritt beim Antrieb war die
FSI-Technologie im Jahr 2001. Die Benzin-Direkteinspritzung optimierte den
Verbrauch, wirkte sich günstig auf das Ansprechverhalten des Rennwagens aus und
fand kurz darauf Einzug in die Serienmodelle von Audi. Zwischen 2000 und 2005
gewann der R8 fünf Mal in Le Mans, jedes Mal zählte "Mister Le Mans"
Tom Kristensen zum Fahrerteam.
2006 löste Audi eine technische Revolution aus: Der R10
TDI war der erste Le-Mans-Sieger mit Dieselantrieb. Bis heute haben nur noch
LMP-Rennwagen mit Dieselmotor den Rennsport-Klassiker an der Sarthe gewonnen -
darunter acht Mal ein Audi. "Die Herausforderung bestand darin, einen
Dieselantrieb mit mehr als 650 PS für den Rennsport zu entwickeln", so Dr.
Ullrich. Eine ebenso große Aufgabe war es, dieses V12-Aggregat in einen
LMP-Rennwagen zu integrieren. Gewicht, die Achslasten und der Kühlbedarf in
einer aerodynamisch besonders sensiblen Rennsport-Klasse stellten hohe
Anforderungen an die Ingenieure. Drei Mal in Folge gewann der R10 TDI seit 2006
in Le Mans.
Mit einem bis heute bestehenden Bestwert ist der R15 TDI
verknüpft: Der Rennwagen mit V10-TDI-Antrieb und Lithium-Ionen-Bordnetzbatterie
knackte 2010 den 39 Jahre alten Distanzrekord an der Sarthe. Ein Jahr später
debütierte der Audi R18 TDI. Auch er war auf Anhieb ein Sieger. "Mit
diesem geschlossenen Rennwagen begann für Audi eine neue Ära in Le Mans",
sagt Dr. Ullrich. "Das Reglement schrieb uns vor, den Hubraum des Motors
von 5,5 auf 3,7 Liter zu verkleinern. Die aerodynamische Effizienz des
geschlossenen Rennwagens gewann in der Gesamtheit aller Faktoren deshalb noch
einmal an Bedeutung." Die optimierte Aerodynamik half, die Rundenzeiten zu
verbessern, obwohl der Rennwagen weniger Leistung als sein Vorgänger hatte und
deutlich weniger verbrauchte.
Alle LMP1-Rennwagen von Audi tragen seitdem das Kürzel
R18, auch wenn sich dahinter immer wieder neue Modellgenerationen verbergen.
Den nächsten großen Schritt brachte der R18 e-tron quattro von 2012, der erste
Hybrid-Sportwagen der Marke. Audi setzte als erster Sieger mit Hybridantrieb
den nächsten Meilenstein in Le Mans und gewann 2013 mit einer deutlichen
Weiterentwicklung dieses Modells erneut. Ein V6-TDI-Aggregat trieb die
Hinterachse an, ein Hybridsystem die Vorderachse, die gesamte Steuerung war
vollelektronisch. "Noch nie hat Audi einen so komplexen Rennwagen
entwickelt", sagt Dr. Ullrich. Lediglich ein Jahr später folgte der
bislang größte Umbruch im Reglement: Pro Runde stand jedem LMP1-Rennwagen nur noch
eine begrenzte Menge Kraftstoff und Hybridenergie zur Verfügung. Audi
entwickelte deshalb einen grundlegend neuen, noch effizienteren R18 e-tron
quattro. Er gewann das Rennen 2014, war schneller als sein Vorgänger und
verbrauchte dennoch 22 Prozent weniger Kraftstoff. Besser lässt sich
"Vorsprung durch Technik" kaum darstellen.
Quelle: Audi Motorsport













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