Montag, 20. April 2015

Auto-Gala mit der „Formel 1 des Ostens“


Unter den Fans waren sie die „Formel 1 des Ostens“ – die MT 77 Formelfahrzeuge mit allen ihren Basismodellen und Weiterentwicklungen  der DDR-Rennsportzeit. Diese Formelklasse entstand aus der Tatsache heraus, dass es ab den 70er Jahren bis 1986 keine schnelleren Formel-
Rennwagen in den damaligen sozialistischen Ländern gab.

Dabei verbirgt sich hinter der Abkürzung SRG MT 77:
SRG = Sozialistische Renngemeinschaft
M = Ulli Melkus (Dresden)
T = Hartmut Thaßler (Leipzig)
77 = das Konstruktionsbaujahr und das Jahr des ersten Rennens.

Diese Rennwagen waren bis zur Geburt der sowjetischen Estonia-Autos 1986 das Maß der Dinge im osteuropäischen Formel-Rennsport. Mit der Ausschreibung des ,,Pokals für Frieden und Freundschaft der sozialistischen Länder" erhielt der Motorsport im Osten wesentlich an Niveau und sportlichen Reiz. Fahrerfelder mit 30 Autos waren am Sachsenring,

Schleiz oder Frohburg keine Seltenheit.
Während sich auf dem Nürburgring oder in Hockenheim in jenen Jahren die Formel 1-Boliden auf modernen Rennstrecken prä-sentierten, tobte am Sachsenring die wilde Meute der „Ost-Formel-1“ noch durch die Häuserschluchten der Stadt Hohen-stein-Ernstthal. Was für ein Erlebnis – was für tolle Rennen!

Ein Wiedersehen mit dieser einzigartigen Formelserie gibt es im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic. Heinz Siegert, Manfred Glöckner, Gerhard Friedrich und Heiner Lindner u.a. werden im Rahmen von Präsentationen diese Formelrennserie noch einmal zum Leben erwecken.

Quelle: ADAC Sachsen

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