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Mittwoch, 17. Juni 2015

Die deutsche Bilanz beim Motocross der Nationen


Nagl, Roczen und Schiffer bislang das erfolgreichste deutsche Trio 
Team Germany um DDR-MX-Superstar Paul Friedrichs 1968 erstmals auf Podium 
Erfolgskurve der deutschen Mannschaft geht seit 2009 nach oben 

München. Max Nagl, Ken Roczen und Marcus Schiffer - das sind die bislang erfolgreichsten Piloten in der Geschichte des Team Germany beim prestigeträchtigen "FIM Motocross of Nations". Am 30. September 2012 war es den drei Fahrern gelungen, erstmals nach 66 Jahren MXoN-Geschichte den Motocross-Mannschafts-Weltmeisterschafts-Titel nach Deutschland zu holen. Im belgischen Lommel fuhren die Deutschen der internationalen Konkurrenz davon und sicherten sich am Ende die heiß begehrte Chamberlain Trophy. Damit setzte die deutsche Nationalmannschaft einen Meilenstein in der MX-Welt. 

Das MXoN wird seit 1947 ausgetragen und bildet seither das Highlight-Event zum Abschluss der WM-Saison. Jede Nation schickt dafür seine jeweils drei besten Motocrosser an den Start. Allerdings gestaltete sich die weltweite Teilnahme an dieser Veranstaltung in den ersten Jahren eher bescheiden. Die Plätze auf dem Podium dominierten stets Fahrer aus Belgien, Großbritannien und Schweden, die Konkurrenzsituation ließ wenig Abwechslung zu. 1968 dann der Wandel: Der Gastgeber aus der UdSSR holte sich zum ersten Mal den Sieg. Platz zwei sicherte sich das deutsche Team aus der damaligen DDR, angeführt vom damaligen Motocross-Superstar Paul Friedrichs und seinen Mannschaftskollegen Helmut Schadenberg, Reiner Fischer und Heinz Hoppe. Friedrichs war damals mit drei Titeln in der 500ccm-Einzelweltmeisterschaft und als Gewinner von 20 DDR-MX-Meisterpokalen einer der besten Motocrosser in Ostdeutschland. 

Ab 1973 stagnierte jedoch in der DDR die weitere Entwicklung im Motocross. Aus Staatsgründen wurde aus Ostdeutschland kein Team mehr zum MXoN geschickt. Das änderte sich erst 1990, als sich nach dem Fall der Mauer auch die besten Motocrosser aus Ostdeutschland wie Torsten Wolff, Hardy Schadenberg und Klaus-Jürgen Kuritz erneut beim Nationencup präsentierten. 

Wenige Tage vor der deutschen Wiedervereinigung standen im schwedischen Vimmerby damit gleich zwei deutsche Teams am Start. Denn die Westdeutschen hatten sich seit den Siebzigern stets recht erfolgreich beim Motocross der Nationen geschlagen und waren seither immer mit einer Mannschaft beim MXoN vertreten. 1976 glänzten sie mit einem dritten Platz, 1978 stand die deutsche Nationalmannschaft an Position zwei auf dem Podest. 

Namen wie Herbert Schmitz, Hans Maisch, Fritz Köbele, Willy Bauer fuhren in dieser Zeit unter deutscher Flagge. Zudem wurden sie von MX-Legende Adolf Weil komplettiert, der aufgrund seiner vielen Grand Prix-Siege sowie Podiumsplätze und seiner 14 nationalen Meisterschafts-Titel und - was bisher keinem weiteren deutschen Fahrer gelang - seinem amerikanischen AMA-Titel von 1973 zu einem der erfolgreichsten deutschen Motocrosser wurde. 

In den Achtziger Jahren gehörten vorrangig Dietmar "Didi" Lacher und Roland Diephold zum Kader des Team Germany. Gemeinsam mit Michael Heutz fuhren sie 1985 vor heimischem Publikum in Gaildorf auf den dritten Platz. Weitere Podiumsplatzierungen blieben in den kommenden Jahren aus. Dafür dominierten die USA die Mannschafts-Weltmeisterschaft. Bis 1993 hatten die US-Crosser unglaubliche 13 Titel in Folge eingesammelt. 

In den Neunzigern wurde das deutsche Team zusätzlich zu Dietmar Lacher von Pit Beirer und Bernd Eckenbach geprägt - zwei Top-Fahrer, die ebenfalls MX-Geschichte geschrieben haben. Zwar erreichte die deutsche Nationalmannschaft in dieser Zeit sehr gute Top-10-Platzierungen, der ganz große Erfolg blieb allerdings ebenfalls aus. 

Die große Wende kam schließlich 2009, als Superstar Ken Roczen zum neuen Mitglied der deutschen Nationalmannschaft ernannt wurde. Gemeinsam mit Max Nagl und Marcus Schiffer, die bereits seit 2003 und 2004 einen Part des Team Germany bildeten, sowie Daniel Siegl, der zum Teil als Ersatzfahrer für Nagl oder Schiffer einsprang, setzten die Deutschen von diesem Jahr an neue Akzente. Roczen, Nagl und Siegl (für Schiffer) machten im italienischen Franciacorta mit einem lange nicht erreichten Platz vier auf sich aufmerksam. 2010 erkämpften sich Roczen, Nagl und Schiffer im amerikanischen Lakewood mit Rang drei einen Platz auf dem Podium. 2012 übertraf das Erfolgs-Trio beim MXoN in Belgien schließlich alle Erwartungen, als sie am Ende des Tages den lang ersehnten WM-Titel endlich nach Deutschland holten. 

Zwar konnten die deutschen Piloten in den beiden darauffolgenden Jahren mit einem siebten Platz in Teutschenthal und einem fünften Rang im lettischen Kegums nicht mehr an die Leistung von 2012 anknüpfen, allerdings blieben sie stets unter den zehn besten Teams des weltweiten Highlight-Events. Bei der 69. Auflage des "Motocross of Nations" wollen die Jungs um Teamchef Hubert Nagl nun wieder mehr von sich reden machen. Auf der kurvenreichen Hang-Strecke im französischen Ernée erhofft sich das Team Germany für 2015 zumindest einen Platz unter der Top Drei. 








Quelle: ADAC Motorsport

Donnerstag, 21. Mai 2015

Hubert Nagl auch 2015 Teamchef der deutschen Mannschaft


Nachwuchsförderung gehört zur Agenda der Teamstruktur 2015 
Fahrer der MX2-Klasse trägt maßgeblich zum Erfolg bei 
Finale Auswahl der Team-Germany-Kandidaten erst eine Woche vor Ernée 

München. "Wir haben ein gutes Team und alle anderen müssen uns zuerst einmal schlagen, wenn sie gewinnen wollen", waren 2012 die Worte vom deutschen MXoN-Teamchef Hubert Nagl. Als es im belgischen Lommel vor drei Jahren tatsächlich kein Land schaffte, am Team Germany vorbeizuziehen und die deutsche Mannschaft am Ende des Tages Weltmeister wurde, staunte die ganze MX-Welt. 

Ein gutes Team funktioniert jedoch nur als Ganzes, dementsprechend ist auch der Teamchef ein wichtiges Glied in der Kette. Der 55-jährige Hubert Nagl aus dem bayerischen Weilheim hat dieses Amt nun bereits seit fünf Jahren inne. Durch seine mittlerweile mehr als 35-jährige Zugehörigkeit zum Motocross-Sport und seine Erfahrung als ehemaliger MX-Fahrer erfüllt der derzeitige Teamchef der deutschen Nationalmannschaft alle Voraussetzungen für eine optimale Besetzung des Postens. Demnach ist es wenig verwunderlich, dass der DMSB 2010 an ihn herangetreten ist, um ihn für die Betreuung der deutschen Jungs zu verpflichten. 

"Als ich damals vom DMSB angesprochen wurde, bin ich mehr oder weniger ins kalte Wasser geschmissen worden, aber mir lag die Sache schon immer am Herzen. Ich bin stolz darauf, dass wir in den vergangen Jahren so viel mit unserer Mannschaft erreicht haben. Dass wir den WM-Titel 2012 erstmals nach 65 Jahren nach Deutschland geholt haben, macht uns aktuell stets zu einem ernstzunehmenden Gegner", so der Teamchef. 

Anfänglich reichten die Aufgaben des Bayers weit über das Sportliche hinaus. Sowohl die Nominierungen, die Fahrerbetreuung vor Ort sowie die vielen organisatorischen Dinge im Hintergrund rund um das Mega-Event standen auf seinem Zettel. Seit vergangenem Jahr erhält Nagl zusätzlich Unterstützung durch den ADAC, um sich gänzlich auf die sportliche Optimierung der Mannschaft konzentrieren zu können. 

Der 55-Jährige verfolgt beispielsweise die ganze Saison über die Geschehnisse seiner Favoriten in den Meisterschaften, insbesondere bei der WM und im ADAC MX Masters, um dann final die richtige Entscheidung über den Fahrerkader treffen zu können. Diese muss offiziell erst eine Woche vor dem Highlight-Event in Ernée erfolgen. 

Während der Sohn von Hubert Nagl und momentane MXGP-Weltmeisterschaftsführende Max Nagl und der in den USA fahrende Weltklassepilot Ken Roczen an oberster Stelle als Wunschkandidaten stehen und in diesem Jahr bei Verfügbarkeit in jedem Fall für Deutschland an den Start gehen werden, wird es bei der Nominierung des dritten Piloten komplexer. Nach dem Karriereende von Marcus Schiffer setzt der Chefcoach des Team Germany auf den Nachwuchs. "Max wird sicherlich keine zehn Jahre mehr beim MXoN mitfahren können, deswegen ist es wichtig, stets neue Talente zu fördern. Neben Dennis Ullrich sind derzeit Angus Heidecke, Henry Jacobi und Brian Hsu im Blickfeld, die vor allem durch ihren Kampfgeist, ihre Einstellung und ihre Leistung positiv aufgefallen sind", erklärte Nagl. 

Zusätzlich fügte er hinzu: "Das Schlüsselergebnis liefert in der Regel der MX2-Fahrer, der es bei der hubraumstärkeren Konkurrenz tendenziell schwieriger hat als die anderen. Während Max eindeutig ein MX1-Fahrer ist, würde ich Ken Roczen immer gerne auf dem MX2-Bike sehen, weil er dieses so schnell bewegt wie kein anderer - auch wenn er aktuell in den USA auf einer 450er unterwegs ist. Doch egal, welches Bike Ken letztendlich beim MXoN fahren wird, der dritte Fahrer sollte in die verbleibende Hubraumklasse passen und sich dort ebenfalls anpassen können. Bei den aktuellen Kandidaten Henry Jacobi und Brian Hsu würde es vermutlich schwer sein, sie mit einer 450er ins Rennen zu schicken, genau wie Dennis Ullrich sich nicht mehr auf einer 250er-Maschine wohlfühlen würde. Die Entscheidung ist jedes Jahr wieder eine neue Herausforderung, aber ich bin davon überzeugt, dass wir auch in diesem Jahr eine gute Lösung für Ernée finden werden." 










Quelle: ADAC Motorsport

Montag, 27. April 2015

MX of Nations 2015: Französisches Ernée wird zum Motocross-Mekka

  • Anspruchsvolle, sprungreiche Hartbodenstrecke am Hang
  • Ernée bereits zum zweiten Mal Ausrichter des Motocross der Nationen
  • Favorisierter Rennkurs von Team-Germany-Kandidaten Max Nagl und Dennis Ullrich

München. Actiongeladene Rennen, spannende Kämpfe und allem voran eine besonders herausfordernde Strecke: Nachdem sich die MX-Elite des Motocross der Nationen im vergangenen Jahr im lettischen Kegums auf einer reinen Sandpiste beweisen musste, erwartet die Piloten 2015 ein anspruchsvoller und schneller Hartbodenkurs. Mit vielen scharfen Kurven und Sprungpassagen von bis zu 35 Metern hat es die 1.548 Meter lange Strecke im französischen Ernée in sich, wegen der Hanglage sind die Auf- und Abfahrten entsprechend steil. Volle Konzentration und optimale Kondition sind für jeden Teilnehmer des MXoN hier Voraussetzung, um am 26. und 27. September in dem kleinen Ort rund 100 Kilometer westlich von Le Mans international mithalten zu können. 
 
Neben den Topstars kommen auch die Zuschauer beim größten Einzel-Event des Motocross-Sports auf ihre Kosten. Über eine 150 Quadratmeter große Panorama-Terrasse und perfekte Sichtverhältnisse rund um die Strecke können bis zu 40.000 Besucher die Rennen von Anfang bis Ende mitverfolgen. Derzeit arbeitet der Moto Club Ernée noch daran, den seit 1972 bestehenden Kurs optimal auf die Highlight-Veranstaltung im Nordosten der Region Pays de la Loire vorzubereiten. Dabei wissen die Helfer des Motorsport-Vereins sehr genau, mit welcher Größenordnung von sportlichem Spektakel sie es in ihrer 5.800 Einwohner Gemeinde zu tun haben, richtete doch der Club 2005 schon einmal das Motocross der Nationen aus. 
 
Zum zehnjährigen Jubiläum wollen die Franzosen nun erneut von sich reden machen und sowohl dem Publikum als auch den Fahrern aus aller Welt ein Event der besonderen Art bieten. Der letztjährige Team-Germany-Pilot Max Nagl ist schon jetzt voller Vorfreude auf seinen möglichen Einsatz beim MXoN und verriet, was er an der Strecke in Ernée schätzt: "Ich habe tolle Erinnerungen an diesen französischen Kurs. 2009 konnte ich dort während der Weltmeisterschaft zwei Läufe gewinnen. Es gibt sehr viele Sprungmöglichkeiten, was es für mich nicht nur spannend, sondern auch sehr reizvoll macht, mich dort mit der Konkurrenz zu messen. Allerdings ist es in Ernée wichtig, einen guten Start hinzulegen, da es viele enge Passagen gibt, die schwierig zu fahren sind. Ein kleiner Vorsprung kann hier dementsprechend von Vorteil sein." Der 27-jährige Oberbayer aus Weilheim war noch einmal 2013 im Rahmen der WM auf der, wie er sagt, "typisch französischen Strecke" gefahren. 
 
Dennis Ullrich, der vor zwei Jahren ebenfalls an dem mit 39.000 Zuschauern fast ausverkauften WM-Lauf in Ernée teilnahm, würde sich gleichermaßen glücklich schätzen, im Rahmen der Motocross-Mannschafts-Weltmeisterschaft auf der Hartbodenpiste an den Start zu gehen. "Die Beschaffenheit der Strecke liegt mir, auf Hartboden habe ich bislang meine größten Erfolge gefeiert. Ich kann gut und schnell starten und habe bisher schon viele Holeshots gewonnen. Das kommt mir hier zugute", so der 21-Jährige aus dem saarländischen Saarlouis. 
 
2005, beim ersten MXoN-Event in Ernée, hatte das amerikanische Team mit Ricky Carmichael ganz oben auf dem Siegerpodest gestanden. Zehn Jahre später will sich die deutsche Mannschaft in Frankreich von den tausenden Motorsport-Fans feiern lassen. Die Voraussetzungen dafür haben sie auf jeden Fall. 




 
Quelle: ADAC Motorsport


Samstag, 22. September 2012

ISDE 2012 Red Bull SIX DAYS 2012 - Einmarsch der Nationen - Welcoming of the nations 22.09.2012

ISDE 2012 Red Bull SIX DAYS 2012 - Einmarsch der Nationen - Welcoming of the nations 22.09.2012

Quelle: Hit-TV.eu


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ISDE 2012 Red Bull SIX DAYS 2012 - Opening - Bike Stunt Show - Chris Pfeiffer 22.09.2012





ISDE 2012 Red Bull SIX DAYS 2012 - Opening - Bike Stunt Show - Chris Pfeiffer 22.09.2012



Quelle: Hit-TV.eu

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ISDE 2012 Red Bull SIX DAYS 2012 - Opening - Red Bull Air Show mit Matthias Dolderer 22.09.2012




ISDE 2012 Red Bull SIX DAYS 2012 - Opening - Red Bull Air Show mit Matthias Dolderer 22.09.2012



Quelle: Hit-TV.eu
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